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Panorama mit Bäumen und Hügeln in Derra Äthiopien

Abgeschlossenes Projektgebiet

Derra

Derra

Ein Traum wird wahr: Man braucht uns nicht mehr!

13 Jahre lang waren wir in der Projektregion Derra tätig, wo die Arbeit zur Gänze durch den Verein Menschen für Menschen Österreich finanziert wurde. Die Umsetzung der Projekte erfolgte in Zusammenarbeit mit den KollegInnen in Äthiopien, die Hand in Hand mit der Bevölkerung arbeiteten.

Übersicht über das Projektgebiet

Projektdauer:
1997-2010
Fläche:
1.500 km2
Bevölkerung:
ca. 210.000
Hauptort der Region:
Gundo Meskel
Lage:
ca. 140 km (Luftlinie) nördlich von Addis Abeba in der Nord Shewa Zone. Zwischen 1.400 und 2.500 Meter über dem Meeresspiegel.
Mann in Derra arbeitet im Feld

Herausforderungen zu Beginn unserer Arbeit in Derra 1997

Vor allem die fortgeschrittene Bodenerosion und Entwaldung stellten zu Beginn der Arbeit in Derra eine große Herausforderung dar. Auch in dieser sehr abgelegenen Region müssen die Menschen ein Auskommen mit der Bewirtschaftung ihrer oftmals viel zu kleinen Felder finden. Da in den Tälern, wo die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen liegen, Malariagefahr besteht, leben die Menschen in den höheren Regionen. Sie müssen zur Bewirtschaftung ihrer kleinen Anbauflächen oft über tausend Höhenmeter pro Tag auf- und absteigen. Ein besonders großes Problem war auch die quasi nicht vorhandene Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie der schlechte Zugang zu Bildungsmöglichkeiten.

98%

der Menschen hatten kein sauberes Trinkwasser.

Zu Beginn unserer Arbeit im Jahr 1997 hatten nur 2 von 100 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

13%

der Kinder konnten eine Schule besuchen.

Bildung ist der Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung ganzer Regionen.

19

MitarbeiterInnen gab es im Gesundheitswesen

In Derra leben ca. 210.000 Menschen auf einer Fläche, die etwas mehr als der Hälfte Vorarlbergs entspricht.

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Was wir in Derra getan haben

Basierend auf dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ setzten die MitarbeiterInnen von Menschen für Menschen in der Zeit von 1997 bis 2010 eine Vielzahl an Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen um.

Die Projektarbeit wurde immer Hand in Hand mit der Bevölkerung umgesetzt und abgeschlossene Projekte wurden Schritt für Schritt in die Verantwortung der Bevölkerung und örtlichen Behörden übergeben. Auf diese Weise wurde ein wichtiges Fundament für die weitere Entwicklung in Derra geschaffen. Nach Abschluss der Projektarbeit blieb noch ein Monitoring-Team von Menschen für Menschen vor Ort, um bei allfälligen Herausforderungen noch mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können. Seit 2014 sind keine MitarbeiterInnen von Menschen für Menschen permanent in Derra, unsere Hilfe wird nicht mehr gebraucht.

Projektbilanz (Auszug)

Über die hier angegebenen Maßnahmen hinaus wurden weitere Aktivitäten in den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen umgesetzt, um eine gute Basis für eine nachhaltige Entwicklung der Region Derra zu schaffen.

Stand der Evaluation, wenn nicht anders angegeben: 31.12.2019

78

Baumschulen eingerichtet

In den Baumschulen werden Bäume, Gräser und Sträucher zur Aufforstung gezogen sowie Obstbaumsetzlinge für die Familien. Die Baumschulen werden später in die Verantwortung der Bevölkerung oder örtlichen Behörden übergeben.

749

Hektar Land aufgeforstet

Die Setzlinge aus den Baumschulen werden gemeinsam mit der Bevölkerung in eingezäunten Gebieten gepflanzt. Die Dorfgemeinschaft kümmert sich um die Pflege und den Schutz der Aufforstungsgebiete.

228

Handpumpbrunnen und Quellfassungen errichtet.

Brunnen und Quellfassungen werden in der Nähe der Dörfer errichtet. Sauberes, gesundes Trinkwasser verbessert die Gesundheit der Menschen nachhaltig und sie sparen außerdem viel Zeit beim Wasserholen.

38

Schulen gebaut

Schulen von Menschen für Menschen werden nach einem bewährten Prinzip errichtet, das sich durch eine besonders robuste Bauweise auszeichnet. So bieten die Schulen für viele Jahrzehnte einen sauberen, hellen Platz zum Lernen.

7.664

Augenlicht rettende Operationen durchgeführt

Hauptursachen für Erblindung in den ländlichen Regionen sind Grauer Star und Trichiasis. Letzteres ließe sich schon durch bessere hygienische Lebensumstände vermeiden. Im Endstadium schützt jedoch nur noch eine Operation vor der Erblindung.

4.050

Frauen nahmen am Mikrokreditprogramm teil

Mikrokredite geben Frauen oft die erstmalige Gelegenheit, selbstständig ein Einkommen zu erwirtschaften. Die Kreditgruppen arbeiten eigenständig und die ganze Region profitiert langfristig von der wirtschaftlichen Entwicklung.

Die Menschen hinter den Zahlen: Unsere Erfolge sind messbar und verändern Leben.

Um den Erfolg unserer Arbeit überprüfbar zu machen, geht es nicht nur um die Zahlen und Daten, sondern in erster Linie um die Menschen. Die folgenden Geschichten erzählen von den großen und kleinen Erfolgserlebnissen, die in Derra erreicht wurden.

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Was wir in Derra geschafft haben. Einblicke in unsere Arbeit

Wir haben ein paar beispielhafte Meilensteine und Erfolge zusammengestellt, die zeigen was mit der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender in Derra zwischen 1997 und 2010 ermöglicht wurde.

Zwei Frauen holen Wasser an neuer Quelle von mensche für Menschen in Äthiopien

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Sauberes Wasser verändert alles

Aufgrund der katastrophalen Wasserversorgung war es dringend notwendig, hier rasche und langfristige Maßnahmen umzusetzen. Insgesamt wurden deshalb 228 Handpumpbrunnen und Quellfassungen gebaut. Wie die Woglo Quellfassung hier im Bild, die 2008 errichtet wurde und seither über 100 Haushalte, also rund 800 Menschen, mit sauberem Trinkwasser versorgt. 

Zusätzlich wurden noch fünf Wasserreservoire errichtet sowie fünf Bewässerungsanlagen, die den Familien den Anbau von Gemüse und Obst ermöglichen.

Frauen einer Kreditgruppe in Äthiopien stehen und sitzen

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Frauenpower durch Mikrokredite

Mikrokredite geben Frauen die Möglichkeit, oft zum ersten Mal ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Dadurch werden sie unabhängiger und erhalten nicht nur in der eigenen Familie mehr Mitspracherecht. Die Kreditgruppen werden in den Gemeinden zu wichtigen Entscheidungsträgern. 

Das Mikrokreditprogramm von Menschen für Menschen ist so ausgelegt, dass die Gruppen selbstständig arbeiten und über die Aufnahme neuer Mitglieder entscheiden können. So kann es sein, dass eine Kreditgruppe wie in Tuti Town (Bild) von ursprünglich 32 Mitgliedern in rund 16 Jahren auf 753 Mitglieder anwächst.

Neue Schule von Menschen für Menschen in Äthiopien

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Schulbau zur Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten

Im Oktober 2011 wurde in Derra die letzte Schule offiziell eingeweiht. Der Bau der Wore Anko-Schule wurde durch das Engagement von Peter Krasser und seinen MitstreiterInnen von "Schule Äthiopien" ermöglicht und bietet in zwei Klassenraumblöcken den SchülerInnen einen sauberen, hellen Platz. 

Bei der Feier war auch musikalische Begleitung dabei: Die Band Opus, die seit vielen Jahren den Schulbau in Äthiopien unterstützt und auch zur Finanzierung der Wore Anko-Schule beigetragen hat, gab ihren Welthit "Live is Life" in Derra zum Besten. 

Ein Video von "Live is Life" in Äthiopien kannst du dir auf unserem YouTube-Kanal ansehen. 

Olivia Rauscher sitzt mit Gruppe in Äthiopien bei Nachhaltigkeitsstudie

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Nachhaltigkeitsstudie

Im Juni 2016, also mehr als fünf Jahre nach Abschluss der Projektarbeit, wurde die langfristige Wirkung der Maßnahmen in Derra von der unabhängigen Beratungsorganisation FAKT in Zusammenarbeit mit dem NPO & SE Kompetenzzentrum der Wirtschaftsuniversität Wien untersucht. 

Die Untersuchung zeigt, dass die Maßnahmen von Menschen für Menschen dazu beigetragen haben, positive und anhaltende Entwicklungen anzustoßen, die auch fünf Jahre nach Abschluss fortbestehen und sich weiterentwickeln.

Mehr über diese Studie und weitere externe Untersuchungen erfährst du hier.